TransitionTown goes Lidl

21. September 2014 – 9:47

TransitionTown, Nachhaltigkeit & Co bei Lidl/Kaufland im aktuellen Tip der Woche. Ein paar Zitate aus dem aktuellen Heft für den 22.9.2014: Stefanie Hertel bekennt sich zum Tierschutz. Eisbein für eine deftige Mahlzeit – 2,22€/kg. Drei Fragen an Attila Hildmann, Schweinenacken/kamm 2,99€/kg.

Ungefähr so wie bei Toyota, wo GT86 und Prius einträchtig nebeneinander im Autohaus stehen.

Gefährden Nachhaltigkeit und Veganismus den Status Quo? Kritische Stimmen zweifeln das an.

Bundesbank & DGB

18. September 2014 – 10:34

sind einer Meinung. Höhere Tarifabschlüsse müssen her, so schreibt es Ann Wiesental in der aktuellen ak:

Bundesbankpräsident Jens Weidmann und Co. fürchten derzeit (…) die Deflation, und das treibt sie zu erstaunlichen Schritten. Im Juni machte sich die Frankfurter Chefriege nach Berlin auf, um in einem ungewöhnlichen Meeting mit dem DGB zu sprechen. In den Augen der Bundesbank setze der DGB zu niedrige Tarifabschlüsse durch und sollte 2014 und 2015 kämpferischer werden. Read the rest of this entry »

Ehrenamt vs. Solidarität

10. September 2014 – 12:05

Letztens war ich in so einer Ausstellung der Freiwilligenagentur. Es gab auch eine Broschüre “EHRENAMT Auch was für mich” mit so einem niedlichen DownKind vorne drauf:

Und ich frage mich warum da so eine Differenz zu sein scheint zwischen “Hilfsbedürftigen helfen” und “solidarisch kooperieren”.  Die alte Diskussion, ob ein Umsonstladen eine Sozialstation ist oder doch was anderes.

Quantenkommunikation?

28. August 2014 – 21:16

Ich habe mir einen Film von Pierre Franckh – “Das Gesetz der Resonanz” angesehen und als Physiker und an Kommunikation Interessierter ein paar Anmerkungen gemacht: Read the rest of this entry »

Nicht mein Bier

25. August 2014 – 8:37

Oh je, ich scheine nicht zur Zielgruppe dieses Produkts zu gehören. Ich erinnere mich sehr wohl an tolle Tage und Nächte am Schreibtisch, damals im Lesesaal. Und weniger Philosophieren? Da fang’ ich gerade erst richtig an!

Josef Mitterer und das Reden über Wirklichkeit

17. Juli 2014 – 15:54

Von Josef Mitterer hatte ich letztes Jahr gehört. Jetzt habe ich sein Büchlein “Die Flucht aus der Beliebigkeit” mal gelesen. Mitterer wettert gegen Grundannahmen unseres Denkens. Nämlich, dass es eine Wirklichkeit gäbe über die wir reden. Und die Philosophen seien sich nur uneins über den Zusammenhang zwischen Wirklichkeit und Reden über Wirklichkeit. Er schreibt:

Die unbefriedigende Situation in der Welt des Alltags: Zwar ist von Wahrheit kaum die Rede, solange keine Konflikte auftreten, doch wenn Konflikte auftreten, dann behaupten alle Konfliktparteien, dass die Wahrheit auf ihrer Seite steht (oder dass ihre Auffassungen mit der Wirklichkeit übereinstimmen, die Tatsachen korrekt wiedergeben, einen Sachverhalt zutreffend darstellen, im Recht sind etc.). Damit geraten die Parteien in Pattstellungen, die wiederum infolge der Unterstellung, dass es nur eine Wahrheit gibt, zum Einsatz von Macht zur Unterstützung und Durchsetzung der je eigenen Wahrheitsansprüche führen können.

Seine Lösung. Das Einzige was wir mit Sicherheit wissen: Wir meinen, über Dinge zu reden. Und das, was jemand oder eine Gruppe von Leuten zu einem bestimmten Zeitpunkt für richtig hält, das wird Wahrheit genannt. Aber wenn ich die Grundannahme der Dichotomie von Welt und Reden über Welt suspendiere, dann wird jeder Diskussion die Härte genommen:

Die Wirklichkeit ist nichts weiter als der »letzte Stand der Dinge«, als jene Auffassungen, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt vertreten werden.

Sehr beruhigend, sehr entspannend.

Max Weber und die Weltenretter

5. Juli 2014 – 11:09

Das Arbeitsethos des getriebenen Menschen erscheint Max Weber nicht als Quelle menschlichen Glücks, auch nicht als Grundlage psychischer Stärke. Der getriebene Mensch ist zu sehr unter der Last des Gewichts gebeugt, das er der Arbeit zuzumessen gelernt hat. Disziplin ist ein Akt der Selbstverleugnung, sagt Michel Foucault, und genauso erscheint sie in Webers Darstellung des Arbeitsethos.
(Richard Sennett: Der flexible Mensch. Die Kultur des neuen Kapitalismus., Wiesbeck, 2000, S. 141f)

Kann schon sein, das manche Leute tiefenökologisch in Liebe mit der Schöpfung verbunden sind. Aber mir scheint viele (ich auch?) der Weltenretter, die heute so unterwegs sind, sind getriebene Menschen, wie in obigem Zitat.

Vorsprung entseht im Kopf

2. Juli 2014 – 13:13

so die Quintessenz einer Predigt auf Erfolg, Wettbewerb und Fortschritt. Die Idiotie von Fußball und Wirtschaft vereint in einem Spot. Für mich war der Klick im Hirn: Ja, es ist eine Kopfgeburt, das Vorsprung, das Gewinnenwollen etwas Sinnvolles, Erstrebenswertes ist. Eben: Vorsprung entsteht im Kopf.

Aber das ist eine alte Geschichte.

Das Kino-Gleichnis

21. Juni 2014 – 6:47

Was passiert eigentlich, wenn das Höhlengleichnis im modernen Multiplexkino veranstaltet wird. Da sitzen also die Leute gefesselt an ihre Sitze, so dass sie nur ihren Film sehen können. Einer macht sich los, entdeckt im Nachbarsaal einen anderen Film. Vielleicht entdeckt er auch den Raum mit den Projektoren. Den Ausgang jedenfalls findet er nicht…

Weltbeschreibung?

19. Juni 2014 – 7:59

3 Begegnungen die zusammenpassen: das Pimmelbild, ein Musikvideo von OK Go und ein Ausflug zu Sophia.

Das war schon beeindruckend, diese Philosophieausstellung. So eine alte DDR-Aula. Und darin so Skulpturen/Objekte, die jeweils eine philosophische Theorie visualisieren. Da stehen also diese Theorien im Raum. Jede von sich überzeugt, dass sie stimmt. Und jede hat eine bestimmte Facette des Seins erfasst und postuliert ein stimmiges Bild – genau wie es im Musikvideo passiert. Die Philosophen gucken aus einem jeweils bestimmten Winkel in eine bestimmte Richtung und sehen ein Muster und sagen: Die Welt ist so und so. Und von ihrer jeweiligen Position aus haben sie alle Recht. Und manchmal wird eine Theorie populär, ergreift die Massen und wird zur materiellen Gewalt.