Kulturvolle Hirsche

24. Januar 2014 – 17:55

Durchs Netz geistert die Geschichte von Hirschen, die 25 Jahre nach der Grenzöffnung immer noch nur bis zu der Stelle gehen, wo früher der Stacheldraht war.

Bertrand Russell stellt in “Moral und Politik” fest:

In allen menschlichen Gemeinwesen, die wir kennen, selbst in den primitivsten, gibt es moralische Überzeugungen und Gefühle. Manche Handlungen werden gepriesen, andere getadelt, manche belohnt, andere bestraft. Gewisse Handlungen Einzelner gelten als gedeihlich, nicht nur für Einzelne, sondern für die Allgemeinheit; andere werden als verderblich betracht«. Die Anschauungen, die darin zum Ausdruck kommen, sind zum Teil rational vertretbar, in primitiven Gemeinwesen aber überwiegen die rein abergläubischen Vorstellungen, die häufig sogar solche Verbote inspirieren, die sich, wie sich später herausstellt, vernünftig begründen lassen.

Passt irgendwie zusammen. Schon bei den Hirschen gibt es Tabus.

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