Geld verdirbt den Charakter

13. Mai 2012 – 8:45

Die Zeit verweist in ihrem Beitrag “Die Risiken des Reichtums” auf zwei Experimente:

In einer ebenso einfachen wie aufschlussreichen Versuchsserie dazu, erschienen im Fachmagazin Science, setzte ein Psychologenteam Testpersonen an einen Schreibtisch mit Computer. Dort mussten die Probanden einen Stapel Fragebögen ausfüllen. Die Fragebögen waren aber nur ein Vorwand. In Wahrheit ging es den Wissenschaftlern um etwas anderes. Bald nämlich erschien auf dem Bildschirm des Computers ein Screensaver. In einer Variante des Versuchs bestand der Screensaver aus Fischen, in einer anderen aus Geldscheinen.
Nach dieser Aufwärmphase kam es zum eigentlichen Test. Die Forscher erlösten die Testpersonen von ihrem Fragebogen und sagten ihnen: “Du lernst jetzt einen anderen Teilnehmer des Versuchs kennen. Nimm dir doch den Stuhl da in der Ecke und stell ihn zu deinem Stuhl, die andere Person kommt gleich.” Sobald die Leute den Stuhl herangerückt hatten, wurde das Experiment abgebrochen. Die Wissenschaftler hatten ihr Ziel erreicht. Es war ihnen lediglich um die Frage gegangen, ob die Personen, die sie soeben auf unauffällige Weise an Geld erinnert hatten, anders reagieren würden als jene, die zuvor virtuellen Fischen ausgesetzt worden waren. Und genau das war der Fall: Die Geld-Leute stellten die Stühle deutlich weiter auseinander als die Fisch-Leute, im Schnitt fast einen halben Meter.

In einem ähnlichen Experiment wurden die Probanden mit einem Menschen konfrontiert, dem ein Bündel Bleistifte runterfällt. Die Geld-Leute waren weniger hilfsbereit.

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