Kontrastprogramm

13. Juni 2011 – 7:10

Am Freitag:

  1. Ein Tagesseminar zur kreativen Konflikttransformation beim Friedenskreis
  2. Dorothee Sölle mit ihrem “Atheistisch an Gott glauben” entdeckt
  3. Im Kino “A Winter’s Bone” geguckt.

Unter 1. kam ich wieder raus aus dem klassischen Analysieren, konnte die Welt mit Herz und Verstand begreifen. Tiefdurchgeistigt im Tetralemma geschwelgt. Jenseits von Ja oder Nein – ganz im Sinne der Aufhebung des Widerspruches zwischen den zwei Welten von Kant, zwischen naiv/unnaiv.

Unter 2. gab es wieder Ansätze wie es möglich sein könnte über meinen atheistischen Schatten zu springen, ohne vom linken Glauben abzufallen. Die Autorin postuliert einen Gott der in den Menschen ist und kein externer Rauschebart mit Blitz und Donner, eben ein Gott, der mir Entscheidungsfreiheit lässt. Mir fällt Scott Peck ein, mit seiner Beobachtung, das Atheisten und Theisten in ihrer spirituellen Entwicklung immer mal das Lager wechseln.  Das machte mich froh und weich. Dann aber auch Focault, mit seiner Subjektivierung der Macht und der Kritik an dieser These.

Und dann der Film. So kaputte Leute eben, gefangen in Suff, Gewalt und Armut. Weit unter den tiefdurchgeistigten Höhenflügen der Punkte 1 und 2. Depri. Denn ich habe ja teilweise genau diese Leute in meinen Klassen sitzen. Das wird was rechtes werden mit meinem Ethikunterricht im nächsten Jahr. Und so war es ja auch im Film. Am Anfang gab es ein paar Schulszenen uas dieser behüteten Laborwelt, die nur wenig mit dem Leben zu tun hat.

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