Subbotnik in Glaucha

3. Mai 2010 – 6:50


Tag der Arbeit, keine Nazis in Halle oder Leipzig – Zeit zum Renovieren im Umsonstladen. Ach so Subbotnik ohne Chef und Pflichtgefühl ist schon eine Wohltat fürs Gemüt. Ganz im Gegensatz zum Engagement auf Kleche: Immer das Werten im Hinterkopf. Ist es genug, um die notwendige Reputation bei der Obrigkeit zu wahren, ist es zuviel fürs Geld, das man erhält. Gehört sich das überhaupt, seine Arbeit ordentlich zu machen, wenn man behauptet, sie bekloppt zu finden.

  1. 5 Responses to “Subbotnik in Glaucha”

  2. Irgendwie kenn ich das Gefühl ;)

    By reaper on Mai 3, 2010

  3. Was ist ein Subotnik? fragt die ahnungslose Wessi. Der schöne russische Link hilft mir da ja auch nicht weiter. Darum beneide ich Euch Ossis ja schon immer, dass Ihr Euch in der Geheimsprache verständigen könnt ;-). Unser Englisch könnt Ihr ja alle auch…

    By eule70 on Mai 6, 2010

  4. Geht auch auf deutsch. Die Diktion des Artikels bricht allerdings mit der Forderung nach Neutralität.

    By KurtMelnik on Mai 6, 2010

  5. Danke. Die leicht ideologische Einfärbung bei allem, was im Westen über DDR, Sowietunion etc. geschrieben wird, wird man nicht wegkriegen. Aber ich weiß jetzt, was hier gemeint ist. Bei uns gibt es das auch, und es heißt “ehrenamtliche Arbeit”.

    By eule70 on Mai 6, 2010

  6. Darauf läuft es wohl objektiv hinaus. Aber wenn ich es “Ehrenamt” oder “Bürgerschaftliches Engagement” nenne, wird mir schlecht und ich kann nicht mehr mitspielen. Dann riecht der Umsonstladen nach Kleiderkammer und Armenspeisung. Und das ist er ja gerade nicht, da die Bedürftigkeit keine Rolle spielt. Dann kann ich nicht mehr vom Staubkorn im Getriebe der allmächtigen Warenwelt träumen. Dann ist da kein punktuelles Befreien der Dinge von Wert und Warencharakter.

    By KurtMelnik on Mai 8, 2010

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